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© Harry C.Kaene
 

Ist Schamanismus Mystik?

Sollen Beziehungen von Mystik und Schamanismus untersucht werden, so ist zun√§chst zu definieren, was unter Mystik √ľberhaupt zu verstehen ist. Bei dem hier intendierten Vergleich werde ich die Mystik repr√§sentativer Hochreligionen wie Christentum und Buddhismus den mystischen Aspekten des Schamanismus gegen√ľberstellen. Der Begriff Mystik hat seinen Ursprung im Griechischen Verb "myein" = sich schlie√üen, zusammengehen. Eine andere Bedeutung ist verbunden mit Begriffen wie "Geheimnisvolles", "Dunkles", "das den Sinnen und der Vernunft verschlossene". In dem hier verwendeten Sinne meint Mystik anschlie√üend an den mittelalterlichen Sprachgebrauch die Erfahrung einer Versenkung der Seele in ihren g√∂ttlichen Grund, die innerlich einigende Begegnung mit der den Menschen und alles Seiende begr√ľndenden g√∂ttlichen Unendlichkeit (sog. "Unio Mystica"). Im Christentum, dem Islam und dem Judentum wird diese vornehmlich erfahren als die Vereinigung mit einem pers√∂nlichen Gott. Somit soll hier Mystik als eine Form religi√∂sen Erlebens verstanden werden, die durch Versenkung in die innere oder √§u√üere Welt mittels kultischer Mittel die Herbeif√ľhrung entsprechender seelischer Erlebnisse anstrebt, um auf diese Weise das Einswerden der Einzelseele mit dem G√∂ttlichen zum unmittelbaren Erlebnis zu machen.
Um das mystische Erleben genauer zu beschreiben und einzugrenzen, werde ich mich im folgenden auf die Typologie universaler Merkmale mystischen Erlebens durch den anerkanntermaßen grundlegenden Ansatz des amerikanischen Philosophen Stace (1960) beziehen. Dieser beschreibt als die wesentlichen Elemente des mystischen Erlebnisses:

1. Transzendieren der Subjekt-Objekt Relation.
Hierunter sind Einheitserlebnisse zu verstehen, in denen der Betreffende den Unterschied von Ich und Umwelt nicht mehr erf√§hrt; es kommt gleichsam zu einem Verschmelzen des Ichs mit der Umwelt. Der mittelalterliche Mystiker Meister Eckhart pr√§gte die Formel "Alles ist Eines und Eines ist Alles" f√ľr diese Erlebnisse.
2. Transzendenz von Raum und Zeit.
W√§hrend des mystischen Erlebnisses kommt es zu einem Verschwinden der Zeitempfindung; beschrieben h√§ufig als Empfindung der "Ewigkeit", zeitlosen Gl√ľcks usw. Au√üerdem scheinen Vergangenheit und Zukunft nicht mehr von Bedeutung zu sein und es kommt zum Empfinden des "absoluten Augenblicks"; auch beschrieben als Vereinigung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das Transzendieren des Raumes will besagen, da√ü die Person w√§hrend des Erlebens die gew√∂hnliche Orientierung i.S. einer dreidimensionalen Wahrnehmung der Umgebung verliert; erfahren wird dies als Erlebnis der "Unbegrenztheit".
3. Tief empfundene positive Stimmung.
Die tragenden Gef√ľhle mystischer Erlebnisse werden beschrieben als Freude, Seligkeit, Liebesempfindungen und innerer Frieden. Die sie auszeichnende Intensit√§t hebt sie auf die h√∂chste Stufe menschlicher Erfahrungen. √ľberdies sind die Erinnerungen an sie ungew√∂hnlich lebhaft und intensiv.
4. Gef√ľhl der Heiligkeit.
Das "Gef√ľhl der Heiligkeit" ist eine nicht rationale, intuitive, Schweigen herbeif√ľhrende, Gef√ľhlsempfindung voller Ehrfurcht und Erstaunen gegen√ľber beseligenden Gegebenheiten.
5. Empfindung der Objektivität und Wirklichkeit.
Diese Kategorie hat zwei aufeinander bezogene Momente: 1. auf einer intuitiven, nicht-rationalen Ebene erf√ľhlte Erleuchtung bzw. wissender Einblick, der durch direktes Erleben gewonnen wird und 2. den G√ľltigkeitsanspruch, d.h. die unmittelbare Gewi√üheit, da√ü solches Wissen wirklich wahr ist im Gegensatz zu dem Gef√ľhl, da√ü das Erlebnis eine subjektive T√§uschung ist. Was gewu√üt wird, wird intuitiv als ma√ügebend gef√ľhlt, bedarf also keines Beweises auf rationaler Ebene und ist begleitet von einem Gewi√üheitsgef√ľhl objektiver Wahrheit.
6. Paradoxie.
Beschreibungen mystischen Erlebens haben die charakteristische Eigenschaft sich als logisch widerspr√ľchlich zu erweisen. Beim Erleben innerer Einheit geht z.B aller empirischer Gehalt in einer leeren Einheit verloren, die zugleich angef√ľllt und vollst√§ndig ist. Das "Ich" existiert (z.B. als das Erlebnis erinnerndes) und existiert doch nicht.
7. Unaussprechbarkeit.
Die Mystiker bestehen darauf, da√ü das mystische Erleben nicht in Worten ausgedr√ľckt werden kann. Der Grund daf√ľr mag in einem Denken und Verbalisierungen hinter sich lassenden Charakter des √ľberw√§ltigenden Erlebnisses und seiner widerspr√ľchlichen Natur zu suchen sein. Die Mystik, die der Philosoph Eduard von Hartmann als letzten und tiefsten Urgrund aller Religi√∂sit√§t bezeichnet, "weil in ihm die Religion ihre Fundierung und Selbstgewi√üheit hat", ist nachweislich als Erfahrungstatsache und Bestandteil selbst urspr√ľnglichster Religi√∂sit√§t in erstaunlicher √úbereinstimmung weltweit verbreitet. So bescheinigt der Orientalist Gelpke: "Vergleicht man die Berichte von Mystikern aus den verschiedenen Jahrhunderten und Kulturen miteinander, so wird man feststellen, da√ü sie bei formaler Unterschiedlichkeit inhaltlich √ľbereinstimmen" (Gelpke 1969: 202).

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Drei Formen der Mystik
Nach einem religionsgeschichtlich begr√ľndeten Ansatz des Oxforder Religionswissenschaftlers Zaehner (1960) lassen sich drei Formen der Mystik aufgrund ihres Eingebundenseins in jeweils unterschiedliche Gottesvorstellungen differenzieren. So unterscheidet er:
1. die Naturmystik;
2. die monistische Mystik und
3. die theistische Mystik.


Um diese Formen näher zu charakterisieren, lasse ich hier einige Beispiele folgen.

Naturmystik
Zun√§chst eines f√ľr ein Erlebnis der Naturmystik:
"Werde ich je wieder so wunderbare Tr√§ume haben damals ... im Gebirge zur Zeit der Mittagssonne oberhalb von Lavey, als ich unter einem Baum und drei Schmetterlinge mich umspielten. Und noch einmal in der Nacht an der sandigen K√ľste des Ozeans, als ich im Sand auf dem R√ľcken lag und mein Auge die Milchstra√üe verfolgte. Gro√üartige, weite, unsterbliche kosmogonische Tr√§ume: man reicht bis zu den Sternen und ist im Besitz des Unendlichen! G√∂ttliche Augenblicke, Stunden des Entz√ľckens, in denen unsere Gedanken von einer Welt zur anderen fliegen und das gro√üe R√§tsel durchdringen, da unser Sinnen so ruhig und tief ist wie das Meer und so still und endlos ... wie das Firmament ... Augenblicke eines unmittelbaren Anschauens, in denen man sich so gro√ü wie das Universum und so erhaben wie Gott f√ľhlt ..."(Amiel 1883: 43f.).

Und noch ein Weiteres: "Es war, als h√§tte ich nie zuvor erkannt, wie lieblich die Welt war. Ich legte mich auf den R√ľcken in das warme feuchte Moos und h√∂rte dem Gesang der Lerche zu ... Keine andere Musik hatte mir je solche Freude gemacht wie dieser leidenschaftliche Jubelgesang.Es war eine Art h√ľpfende, √ľberstr√∂mende Verz√ľckung, ein heller, flammengleicher Klang, jubelnd in sich selbst. Und dann kam eine merkw√ľrdige Erfahrung √ľber mich. Es war, als ob alles, das vorher au√üerhalb und um mich herum zu sein schien, pl√∂tzlich in mir sei. Die ganze Welt schien in mir zu sein. In mir wiegten die B√§ume ihre gr√ľnen Kronen, in mir sang die Lerche, in mir schien die hei√üe Sonne und in mir war der k√ľhle Schatten. Eine Wolke stieg am Himmel auf und zog mit einem leichten Regenschauer vorbei, der auf die Bl√§tter trommelte, und ich f√ľhlte, wie die Frische in meine Seele fiel, und in meinem ganzen Sein sp√ľrte ich den k√∂stlichen Geruch der Erde, von Gras, Pflanzen und dunkelbraunem Acker. Ich h√§tte vor Freude schluchzen k√∂nnen" (Reid 1902).
Diese Beispiele machen deutlich: die Naturmystik ist das Erleben der Einheit von Ich und Welt. Die Welt wird als Teil des expandierten Ichs erfahren. Man ist von daher geneigt, die Naturmystik als H√∂hepunkt eines Gef√ľhls der Naturverehrung oder Naturverg√∂tterung zu betrachten.

monistische Mystik
In der monistischen Mystik dagegen zieht sich das Ich bewu√üt von der durch die Sinne vermittelten Naturwelt zur√ľck. Diese Form hat sich besonders in der √∂stlichen Mystik herausgebildet. Im Yoga etwa liegt die Seligkeit in der endg√ľltig gegl√ľckten Isolierung des Geistes von der Sinneswelt, das hei√üt in der ausschlie√ülichen Betrachtung der Seele durch sich selbst. Weltanschauliche Widerspiegelung findet das im Vedanta: Brahman ist das Absolute, die Seele des Menschen ist von ihrem Wesen her mit dem Absoluten identisch, d.h. die Wirklichkeit des Geistes ist die einzige Wirklichkeit, unabh√§ngig von Raum, Zeit und Kausalit√§t. Die sichtbare Sinnenwelt ist dagegen T√§uschung und Illusion: Sie hat keine wirkliche Existenz. Um ein derartiges mystisches Erleben in seiner Eigenart zu verdeutlichen, sei der englische Mystiker Symonds zitiert: "Es war ein allm√§hliches und doch schnelles Verschwinden von Raum, Zeit, Empfindung und all den anderen Erfahrungen, die das ausmachen, was wir so gern unser Selbst nennen. In dem Ma√üe aber, wie diese Bedingungen des gew√∂hnlichen Bewu√ütseins schwanden, gewann das Gef√ľhl von einem tiefer liegenden Bewu√ütsein an Kraft. Schlie√ülich blieb nichts √ľbrig als das reine, absolute Ich. Die ganze Au√üenwelt verlor Gestalt und Inhalt ... die R√ľckkehr in den gew√∂hnlichen Bewu√ütseinszustand setzte damit ein, da√ü ich die Sinnesempfindung wiedererlangte und da√ü dann allm√§hlich aber schnell die bekannten Eindr√ľcke und t√§glichen Interessen wieder erwachten" (Brown 1895: 29ff.).
Der japanische Zen-Meister Yamada Kyozo beschreibt das Erleuchtungserlebnis des "Satori" als "... das Erlebnis, da√ü das Ich und das All absolut eins sind. Man erkennt, da√ü alles, Ich und das, was um mich ist, leer ist. Alle Dinge sind nur Erscheinungen. ... W√§hrend der Erleuchtung gibt es kein Gef√ľhl, da man in dem Moment nicht mehr existiert. Man h√∂rt nichts und man sieht nichts. Man erlebt keine Erweiterung des Ichs, keine Verschmelzung mit dem All; sondern das All und das Ich sind pl√∂tzlich eins" (Sch√ľttler 1974: 49f.).
Das Ziel der östlichen monistischen Mystik ist demnach die unbedingte Konzentration auf den reinen Geist und ineins damit die Abkehr von allem, was nicht dieser Geist ist, denn das Göttliche und die menschliche Seele sind identisch die erfahrbare Außenwelt dagegen Illusion. Zaehner bezeichnet alle mystischen Strömungen, in denen sich der menschliche Geist auf eine einzige (innere oder äußere) Wirklichkeit beschränkt, als monistische Mystik.

theistische Mystik
Die theistische Mystik, die hier nur kurz gestreift werden kann, intendiert und erf√§hrt nicht die Vereinigung mit einem g√∂ttlichen Urgrund im mystischen Erlebnis, sondern vernimmt darin vielmehr die Vereinigung mit einem pers√∂nlichen Gott. Sie ist im Christentum, dem Judentum und Islam ausgepr√§gt. Diese Anschauung setzt einen pers√∂nlichen Gott voraus, der das Universum erschaffen hat, und zu den menschlichen Einzelseelen in einem besonderes Verh√§ltnis steht. Er ist allerdings keinesfalls identisch mit der Einzelseele oder der Natur. In der christlichen Mystik bleibt von daher das Bewu√ütsein der Gesch√∂pflichkeit gegen√ľber dem Sch√∂pfer gewahrt. Hingabe an ihn wird nie zu v√∂lliger Identifizierung mit ihm, wohl aber zu h√∂chster Geborgenheit in ihm. Ein Beispiel daf√ľr liefert deutsche mittelalterliche Mystiker Heinrich Seuse: "... Der gute und getreue Knecht wird eingef√ľhrt in die Freude seines Herrn: Da wird er trunken von dem unerme√ülichen √úberflu√ü des g√∂ttlichen Hauses. Denn ihm geschieht in unaussprechlicher Weise ... da√ü er nicht mehr sein Selbst ist, da√ü er sich ganz seines Selbst ent√§u√üert und sich ganz in Gott verloren hat ...,wie ein kleines Tr√∂pflein Wasser, das man in viel Wein gegossen hat. Wie das Tr√∂pflein Wasser seine Eigenschaft verliert, so da√ü es Farbe und Geruch des Weines annimmt und in sich zieht, so geschieht denen, die im Vollbesitz der Seligkeit sind: Ihnen gehen alle menschlichen Begierden verloren, sie gehen sich selbst verloren und tauchen ganz in den g√∂ttlichen Willen ein" (Seuse 1966: 340f.).


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Um weitere Anhaltspunkte f√ľr einen Vergleich von Hochmystik und Schamanismus zu gewinnen, werde ich Stace folgend eine weitere Unterteilung einf√ľhren. Es handelt sich um eine Typologie der Mystik die sich die dominierende Gerichtetheit des Erlebens zur Grundlage macht. Demnach lassen sich zwei Formen unterscheiden:
1. eine "extrovertierte Mystik" und
2. eine "introvertierte Mystik".


Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden liegt darin, da√ü sich das extrovertierte Erlebnis durch die Sinne nach au√üen richtet, w√§hrend sich das introvertierte nach innen auf den Geist hin orientiert. Beide gipfeln in der Wahrnehmung einer h√∂chsten Einheit und der Empfindung des Menschen, da√ü er selbst damit verschmilzt oder sogar identisch wird. Aber der extrovertierte Mystiker nimmt die Vielheit der √§u√üeren Gegenst√§nde in einer mystisch verwandelten Weise wahr: durch die Vielheit hindurch erscheint ihm der Einheitsgrund aller Wesen, so das sich auch das Ich nur mehr vom Sein her f√ľhlt. Von daher ergibt sich f√ľr ihn die feste Auffassung eines einheitlichen inneren Grundes in allen Dingen, beschrieben als allgegenw√§rtiges Leben und Bewu√ütsein, gepaart mit der Gewi√üheit, da√ü nichts wirklich "tot" ist. Der deutsche Mystiker Jacob Boehme beschreibt ein solches Erlebnis: "Mit einem gro√üen Sturme ... brach der Geist durch ... bis in die innerste Geburt der Gottheit und werde allda von Liebe umfangen. ... Was aber f√ľr ein triumphieren in dem Geiste gewesen sei, kann ich nicht schreiben noch reden, es l√§√üt sich auch mit nichts vergleichen ... In diesem Lichte hat mein Geist alsbald durch alles gesehen und an allen Kreaturen, am Kraut und Grass Gott erkannt, wer er, wie er und was sein Wille war" (Zit. n. Bucke 1925: 131). Wie dieses Beispiel zeigt, wird das innere Wesen der Objekte intuitiv erlebt und in seinem Ursprung als gleich erf√ľhlt. √Ąhnliches beschreibt der Sioux-Schamane Black Elk bei einer indianischen Visionserflehung: "Der wichtigste Grund zu flehen ist aber wohl, da√ü es uns hilft, unser Einssein mit allen Dingen zu erkennen, zu wissen, da√ü alle Dinge unsere Verwandten sind; und dann beten wir im Namen aller Dinge zu Wakan Tanka, er m√∂ge uns die Erkenntnis von ihm geben, von der Quelle aller Dinge, die doch gr√∂√üer als alle Dinge ist" (Tedlock 1975: 43).

Der introvertierte Mystiker hingegen sucht in die Tiefen des eigenen Ichs einzutauchen, indem er die Sinnesempfindungen ausblendet und bewußt die Vielfalt der Empfindungen, Bilder und Gedanken aus dem Bewußtsein zu löschen trachtet. In dieser Dunkelheit und Stille nimmt er das "Eine" wahr und wird mit ihm vereinigt, bar jeglicher Vielheit. Im Buddhismus wird dies als Bewußtsein des Nichtformbereiches bezeichnet: "Nach Aussschaltung aller Dingund Formvorstellungen ist der Raum das unmittelbare Objekt des Bewußtseins. Es hat zwei Eigenschaften: die der Unendlichkeit und die der Nichtgegenständlichkeit"; beide sind Objekte des intuitiven Bewußtseins (Govinda 1992: 110). In diesem Zustand des Bewußtseins sind Freiheit, Ruhe und Serenität verwirklicht. Die Meditation wird als ein Vorgang fortschreitender Vereinheitlichung verstanden: von der Differenzierung des Oberflächenbewußtseins (und des dieser Form zugehörigen Ich-Bewußtseins) zur Einheit des Tiefenbewußtseins. "In der buddhistischen Leere gibt es keine Zeit. keinen Raum, kein Werden, keine Dinghaftigkeit. Reine Erfahrung ist, wenn der Geist sich selbst sieht ... Das ist nur möglich, wenn der Geist ... leer ist von all seinen möglichen Inhalten außer sich selbst" (Suzuki 1927: 28).
Um den Vergleich von Hochmystik und "schamanistischer Mystik" leisten zu k√∂nnen, soll zun√§chst Definitorisches vorrausgeschickt werden. Unter Schamanismus wird hier eine Ursprungsform der Religi√∂sit√§t und des Medizinwesens verstanden. Als Schamanen werden gem√§√ü kulturanthropologischer und religionswissenschaftlicher Definitionen die relig√∂sen Mittler und Heilkundigen der sog. Naturv√∂lker bezeichnet. Neben einer detaillierten Kenntnis der √ľberlieferten Stammesmythologie sowie der religi√∂sen Vorstellungswelt und der traditionellen Heilverfahren/pflanzen, wird ihm insbesondere die F√§higkeit zugesprochen, mittels bestimmter Kulthandlungen und Techniken in ein breites Spektrum von ver√§nderten Bewu√ütseinszust√§nden eintreten zu k√∂nnen. Aufgrund dieser F√§higkeit zwischen der allt√§glichen Wirklichkeit und den ihr √ľber und untergeordneten Weltregionen: der Geisterwelt, den Ahnen und den Naturkr√§ften zu vermitteln (vgl. Eliade 1957; Findeisen 1957; Halifax 1983). Bei den schamanistischen Praktiken und Ritualen geht es in erster Linie um die Herstellung bzw. Wiederherstellung von Gleichgewichten mit/in der umgebenden Natur sowie die Harmonisierung in der Gruppe und der Einzelseele. In diesem Zusammenhang spielen auch mystische Erlebnisweisen der im Vorstehenden skizzierten Formen eine Rolle. Das naturmystische Erleben scheint dabei zu dominieren und bestimmt auch wesentliche Teile des Naturempfindens und Naturverh√§ltnisses dieser V√∂lker. Trotz der Schwierigkeit aus den durch kulturspezifische Metaphern verschl√ľsselten Erlebnisbeschreibungen explizit mystische Erlebnisse herauszulesen die zudem in der Literatur selten sind repr√§sentiert der Schamanismus "... die glaubw√ľrdigste mystische Erfahrung der Welt der Primitiven. Innerhalb der archaischen Welt spielt er dieselbe Rolle wie die Mystik in der offiziellen Religi√∂sit√§t der gro√üen historischen Religionen vom Buddhismus bis zum Christentum", so der bekannte Religionsgeschichtler Eliade (1951: 96). Einige Gr√ľnde f√ľr die Schwierigkeit Beschreibungen mystischer Erlebnisse, trotz deren grundlegender Bedeutung f√ľr die Weltanschauung der Naturv√∂lker, in der Literatur zu finden, sind im Folgenden quellenkritisch zu er√∂rtern. Ethnographische Berichte √ľber den Schamanismus sind gr√∂√ütenteils zu Beginn des Jahrhunderts verfa√üt worden. Sie leiden von daher unter einer damals weitgehend unreflektierten eurozentristischen Perspektive und sind von daher mit deren Implikationen f√ľr eine Minderbewertung der Lebensauffassungen sog. "Primitiver" behaftet. Sie dokumentieren nur in seltenen F√§llen originale m√ľndliche Aussagen der Schamanen. Das Schamanen selbst zu Wort kommen, ist erst in neuester Zeit der Fall (vgl. Halifax 1981). Dazu kommt die Tatsache, da√ü die "Aush√∂rungen" durch ethnographische Feldforscher oft von einem Bem√ľhen der Schamanen bestimmt sind, ihre pers√∂nlichen Visionen, und weniger √ľberindividuelle zudem schwer beschreibbare Erlebnisse zu schildern. Ein weiterer Grund mag darin liegen, da√ü die von Schamanen erzeugten "Ver√§nderten Bewu√ütseinszust√§nde" (Tart 1969) ein breites Spektrum verschiedenartiger Zust√§nde umfassen. Insbesondere tranceund traumartige Erlebnisweisen werden von den Schamanen im Unterschied zur Hochmystik sehr hoch eingestuft. Auch starke Erregungszust√§nde bis hin zum Halluzinieren (meist erzeugt durch Trommeln und Tanzen sowie stimulierende Drogenpr√§parate (vgl. Rosenbohm 1991)) haben einen wichtigen Platz in schamanistischen Praktiken und sind weltweit verbreitet. Trotz der Vielfalt der von den Schamanen erzeugten ver√§nderten Bewu√ütseinszust√§nde, lassen sich einige immer wiederkehrende Themenkomplexe bzw. Metaphern innerhalb dieser Erfahrungswelten im ver√§nderten Bewu√ütsein mit erstaunlicher Gleichf√∂rmigkeit weltweit nachweisen: Weltenschichtung in Oberund Unterwelt, Zerst√ľckelungsvisionen, Seelenflug, Gottesanflehung, Ahnenkontakte, Lebensbaum sowie die Verbindung zu Pflanzenund Tiergeistern. Diese Zentralthemen verweisen h√§ufig auf Probleme in der Lebenswelt der Naturv√∂lker (Wetter, Jagdtiere u.√§.). In einem weiteren Sinne w√ľrde mancher Religionswissenschaftler auch Teile solcher Erlebnisse den mystischen Erlebnissen zurechnen. Aber gem√§√ü dem hier zu Beginn skizzierten engen Sinn k√∂nnen bestenfalls einzelne Passagen derartiger Erlebnisse den mystischen Erlebnissen zugerechnet werden. Von daher wird klar, da√ü im Schamanismus nicht nur ein breiteres Spektrum von Bewu√ütseinszust√§nden er√∂ffnet und genutzt wird, sondern auch die daraus hervorgehenden Erlebnisse anderen regulativen Funktionen als die der Hochmystik dienen. Obgleich meist eingebunden in andere Formen ver√§nderten Wachbewu√ütseins, spielen mystische Erlebnisse anscheinend durchaus eine tragende Rolle in vielen Formen des Schamanismus und stimmen in wesentlichen Punkten mit den zu Beginn skizzierten Grundelementen mystischen Erlebens √ľberein. Um das zu belegen, bringe ich im Folgenden einige Beispiele. "Von einer Sekunde zur anderen war ich hellwach. Ein Gef√ľhl der Schwerelosigkeit, Energie und unbeschriebliochem Gl√ľck durchstr√∂mte mich. Es war so stark, da√ü ich au√üer dieser k√∂rperlichen Empfindung nichts anderes mehr wahrnahm. Eine zeitlang schwebte ich in einer schwarzen Unendlichkeit, aus der pl√∂tzlich, mit der Leuchtkraft von ... Blitzen, Farben explodierten. ... es war etwas tief in mir drinnen, das lachte. ... Das normale Bewu√ütsein schien au√üerhalb von mir zu sein. ... Es hatte keinen Einflu√ü mehr auf den grenzenlosen Zustand, in dem ich mich befand" (Haan 1985: 152f.). Eine √§hnliche mystische Vision im Rahmen eines indianischen Huichol-Rituals beschreibt Prem Das: "Ich verlor das Bewu√ütsein f√ľr meine Umgebung und fiel in einen dunklen Gang hinein, der spiralf√∂rmig nach unten f√ľhrte, tief ins innere der Erde. Mir war, als ob ich in Felsritzen und unterirdische H√∂hlen hinabsteigen w√ľrde, wo es dunkel und abweisend war. Eine unbekannte Kraft bewegte mich ... ; es war, als w√ľrde ich auf einem rei√üenden Strom dahintreiben ... Als ich mir sicher war, da√ü meine Situation v√∂llig hoffnungslos war und ich nicht mehr zur√ľckkehren konnte, tauchte pl√∂tzliche ein grelles Licht auf. ... Mein Herz h√ľpfte vor Freude ... W√§rme umh√ľllte mich und belebte mein Leben neu ..." (Prem Das 1987: 225). Ein weiteres Beispiel liefert der sibirische Schamane Aua: "Das gro√üe Meer hat mich in Bewegung gebracht, hat mich in Fahrt gebracht. Es treibt mich wie eine Alge im Flu√ü. Das Himmelsgew√∂lbe und die gewaltige Luft bewegen mich, sie bewegen mein Inneres und haben mich mitgerissen, da√ü ich zittere vor Freude" (Rinne 1983: 20). Obgleich sich in den Beschreibungen extrovertierte und introvertierte Mystik zu √ľberschneiden scheinen, ergibt sich doch bei einer systematischen Durchsicht einer gr√∂√üeren Zahl von Erlebnisbeschreibungen (vgl. Adami 1983; Passie 1992) unzweideutig die Tendenz der schamanistischen Mystik zur extrovertierten Richtung. Auch eine st√§rkere Mitbeteiligung der Sinne scheint im Unterschied zur Hochmystik im Schamanismus typisch zu sein. Einen weiteren Beleg mag daf√ľr auch die Tatsache abgeben, da√ü schamanistische Rituale h√§ufig an speziellen, aufgrund bestimmter Eigenschaften f√ľr besonders kraftvoll bzw. heilig erachteten, Naturpl√§tzen abgehalten werden (Swan 1989; Myerhoff 1980; Sharon 1980). Im Spektrum der von den Schamanen zug√§nglich gemachten Bewu√ütseinserlebnisse haben mystische Erlebnisweisen sicherlich einen hohen Rang, machen aber dennoch nur einen begrenzten Ausschnitt aus. Allerdings werden bei bestimmten Gruppenritualen wie dem Peyote-Kult (La Barre 1989; Myerhoff 1980) und der Ayahuasca-Religion (MacRae 1992) solcherart mystische Erlebnisse nicht nur von den Schamanen, sondern auch einem Gro√üteil der Normalpopulation gezielt angestrebt. Sie vermitteln Gef√ľhle der Geborgenheit, des Aufgehobenseins in der Welt der nat√ľrlichen Kr√§fte und f√∂rdern so die innere Harmonisierung der Einzelseele wie auch den Zusammenhalt der Gruppe. Aus der √ľber diese Erlebnisse vermittelten Verankerung im Transzendenten gewinnt der Schamane bzw. die Teilnehmer der Rituale Kraft und Vertrauen, um die Unbilden der allt√§glichen Wirklichkeit zu ertragen und lernend zu √ľberwinden. Schon aufgrund des in entsprechenden Naturv√∂lkern viel st√§rkeren Ausgesetztseins gegen√ľber den Naturgewalten ergibt sich sowohl eine ausgepr√§gte Zngstigung des Menschen durch das Ausgeliefertsein an die Naturkr√§fte, als auch die Notwendigkeit ihre ungerichteten Kr√§fte zu bes√§nftigen und symbiotisch zu nutzen. Insofern sind der angstmindernde Aspekt mystischen Erlebens sowie eine dar√ľber vermittelte F√∂rderung der Gruppenkoh√§sion in seiner Bedeutung gr√∂√üer als bei den Hochreligionen einzusch√§tzen. Mystisches Erleben gemahnt die Menschen somit an ihre unverbr√ľchliche Einheit mit der Natur. Von daher k√∂nnte es sogar einen pr√§genden Einflu√ü auf das Naturverh√§ltniss dieser Menschen gewinnen, indem es ihnen trotz stets pr√§senter Bedrohung durch die ungez√ľgelten Naturgewalten ein Gef√ľhl seliger Geborgenheit im Scho√ü der Natur vermittelt. Insbesondere im Peyote-Kult der nordamerikanischen Indianer gewinnt diese Tendenz eine hochkomplexe ritualisierte Gestalt. "W√§hrend der Peyote-Jagd wird Wirikuta als Ort des Beginns und als Zustand der Einheit wiedererlangt. ... Diese Vereinigungen geschehen gleichzeitig auf mehreren Ebenen: Auf der gesellschaftlichen Ebene werden ... soziale Schranken transzendiert, wenn der Marakame (Huichol-Schamane) und seine Gruppe ein einziges Wesen werden ... sogar biologische Unterschiede zwischen m√§nnlich und weiblich, alt und jung, verschwinden, da M√§nner, Frauen und Kinder gleichwertig und vollst√§ndig teilnehmen ... Erschreckt und erhoben durch diese Freiheit, die seit dem Augenblick vor der Geburt ... nicht mehr erfahren wurde, stehen sie nackt nebeneinander, undefiniert, verwundbar und rein menschlich.
Die reine Landschaft wird geheiligt, die H√∂hlen, Quellen, Berge, Fl√ľsse, Kakteenhaine, und die Z√ľge der mythischen Welt werden zur kosmischen Bedeutung erhoben. 'Pflanzen' und 'Tiere' werden zu blo√üen Etiketten, sbereink√ľnften, menschlichen Denkkategorien. Unterschiede zwischen ihnen sind Illusion. Der Mensch ist Natur, er ist eine Ausdehnung von ihr.... Die Bedingung der Sterblichkeit wird transzendiert und dem Menschen ozeanische Seligkeit und Allmacht zur√ľckgegeben. ... F√ľr einen Moment ist das Paradies der menschliche Ursprung. ... Er ist der Kosmos, ohne Haut und Membran, ohne ein Ich, das ihn h√§lt und trennt. Er erreicht die ekstatische Durchdringung aller Grenzen"
(Myerhoff 1980: 175f.).
Auch diese Beschreibung verdeutlicht nochmals die Naturverbundenheit und den auf Sinneswahrnehmungen beruhenden extrovertierten Charakter eines Gro√üteils der "schamanistischen Mystik". Die Hochmystik scheint dagegen, nicht zuletzt aufgrund ihrer anderen sozialen Funktion und Einbettung, eine ganz spezifische Form mystischen Erlebens die hier als "introvertiert" beschriebene monistische und theistische Mystik kultiviert zu haben. Das systematische Streben in Richtung auf "Erleuchtung" bleibt hier meist Mitgliedern einer sozial abgehobenen Gruppe vorbehalten (Priester, M√∂nche usw.). Diese durchlaufen einen systematischen Schulungsweg, der zu immer gr√∂√üerer N√§herung an das Numinose, bis hin zum mystischen Erleuchtungserlebnis, f√ľhren soll. Individuelle Heilung und Harmonisierung sind zwar auch hierbei wichtige Ziele, beziehen sich aber auf N√§chstenliebe, Einvernehmen mit Gott, eigene innere Erl√∂sung und weniger auf konkrete Konflikte und Disharmonien des sozialen Zusammenlebens, anderer Individuen, des Verh√§ltnisses zu den Ahnen oder des Gesamtverh√§ltnisses Mensch Natur. Die Beziehung zur Natur spielt in den konkreten Lebensverh√§ltnissen dieser Menschen (auch geographisch-klimatisch) nur (noch) eine untergeordnete Rolle und tritt somit auch in den Erlebnissen der introvertierten Mystiker kaum noch in Erscheinung. Die erstrebte h√∂chste Erfahrung hat im Unterschied zum Schamanismus einen ganz spezifischen Charakter und alle andersartigen Bewu√ütseinserlebnisse werden als St√∂rungen oder Vorstufen angesehen. Was die im Titel ausgesprochene Frage angeht, ergibt sich aus der vorstehenden Darstellung ergibt sich, da√ü im Schamanismus mystische Erfahrungen durchaus eine nicht nur periphere, sondern vielleicht sogar zentrale Rolle spielen k√∂nnen. Der Vergleich mit der sog. Hochmystik zeigt, da√ü dabei jeweils spezifische Formen mystischer Erlebnisweisen im Vordergrund stehen: In der Hochmystik eine kultivierte und auf die Erfahrung des reinen, allumfassenden Bewu√ütseins zielende monotheistische oder theistische Mystik der introvertierten Richtung. Im Schamanismus scheint demgegen√ľber eine Naturmystik der extrovertierten Richtung zu dominieren.Diese Feststellungen k√∂nnen allerdings nur Schwerpunkte und Tendenzen markieren, da sich das Problem vielf√§ltiger √úberschneidungen stellt. Kaum ein anderer als der transkulturell versierte Religionsgeschichtler Eliade d√ľrfte mehr berufen sein die bei allen Differenzen grunds√§tzliche Universalit√§t mystischen Erlebens abschlie√üend zu betonen: "Bei den 'primitiven' V√∂lkern, genauso wie bei den Heiligen und den christlichen Theologen, ist die mystische Ekstase eine R√ľckkehr ins Paradies, die sich durch √úberwindung von Zeit und Geschichte ausdr√ľckt ... und eine Wiederentdeckung des urspr√ľnglichen Zustandes des Menschen darstellt" (Eliade 1960: 75).


Literaturverzeichnis


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